Tipps von den Orchideenzüchtern!

Hilfe, meine Orchidee hat Blattläuse! Wie bekomme ich eine Dendrobium wieder zum Blühen? Was muss ich tun, wenn die Blätter meiner Cymbidium schlaff herunterhängen? Auf diese und andere Fragen geben unsere Züchter gerne Antwort!
 
Läusebefall
Wollläuse oder Blattläuse. Beides sind Schädlinge, die bei Orchideen nicht willkommen sind. Leider sind Läuse für viele Pflanzensorten eine häufige Plage. Sie treten oft in den Wintermonaten auf, wenn die Luftfeuchtigkeit im Haus zu niedrig ist und der Topf und die Wurzeln zu nass. Auch Luftzug kann eine Ursache sein. Neben den Mitteln, die bei Gartenzentren erhältlich sind, gibt es ein Hausmittel: mische grüne Seife und Spiritus im Verhältnis 1:1 und sprühe dies auf die Pflanze. Meistens muss man dies ein paar Mal wiederholen, denn Läuse sind hartnäckig. Und man sollte vorsichtig vorgehen, denn die Blüten können durch die Behandlung Flecken bekommen.
 
Hängende Blätter
Oh je, die Blätter meiner Orchidee hängen schlaff herunter! Kein Grund zur Panik. Die häufigste Ursache dieses Symptoms ist das Gießen. Schaue dir zuerst einmal die Wurzeln an. Sind diese schön grün, dann hat deine Orchidee genug Wasser. Gib ihr dann nicht mehr Wasser. Siehst du, dass die Wurzeln ein wenig gräulich werden, dann bedeutet dies, dass deine Orchidee zu trocken ist. Du solltest die Orchidee am besten für einige Minuten(5-10 Min.) in einen Eimer Wasser eintauchen. Beachte: lasse die Pflanze dabei in ihrem Innentopf. Die Wurzeln saugen sich dann mit Wasser voll. Nach dem Eintauchen muss man die Orchidee gut abtropfen lassen. Danach kann die Orchidee wieder zurück in den Ziertopf. Im Winter benötigen Orchideen weniger Wasser.
 
Achtung: Kälteempfindlich!
Ein goldener Tipp vom Züchter: wenn du eine Orchidee kaufst, dann achte darauf, dass diese nicht zu lange im kalten Auto steht. Und sorge dafür, dass die Orchidee beim Kauf gut eingepackt wird, bevor du mit ihr nach draußen gehst. Eine Orchidee mag nämlich keine Kälte. Vor allem in den Wintermonaten sollte man dies berücksichtigen. Durch die Kälte trocknen nämlich die Knospen schneller ein und fallen Blüten ab. Stelle die Orchidee zu Hause an eine helle Stelle, aber nicht in direktes Sonnenlicht. Und eine Orchidee sollte auch niemals direkt über einer Heizquelle stehen.
 
Ausläufer
Es kann vorkommen, dass an deiner Orchidee ein neues Pflänzchen wächst. Du kannst einen solchen Ausläufer als vollwertige Pflanze weiterwachsen lassen. Willst du dies nicht? Dann kannst du den Versuch wagen, die Pflanze von der Mutterpflanze abzuschneiden. Warte aber so lange wie möglich damit. Die Wurzel sollte sich zuerst ein wenig weiterentwickelt haben. Danach pflanzt du die neue Pflanze in einen Topf mit Orchideenerde ("Bark") ein. Diese ist bei den meisten Gartenzentren erhältlich.
 
Schön kurz geschnitten
Bildet deine Orchidee keine neuen Blüten mehr am Stiel? Dann ist es Zeit zu stutzen. Um eine Phalaenopsis erneut zum Blühen zu bringen ist es nötig, den Zweig über dem zweiten 'Auge' abzuschneiden. Sogenannte Augen sind Verdickungen am Zweig. Man zählt die Augen dabei von unten her.
 
Hast du eine Cattleya, Cambria, Cymbidium, Dendrobrium, Miltonia, Oncidium, Paphiopedilum, Vanda oder Zygopetalum, dann kannst du auch den gesamten Zweig abschneiden, denn dann kann aus der Blattachsel heraus ein neuer Zweig wachsen.
Nach dem Abschneiden des Stiels wird die Pflanze an einen kühlen und hellen Ort gestellt. Sie muss einmal im Monat gegossen werden. Nach zwei Monaten stellst du die Pflanze wieder zurück an ihre normale Stelle. Dann wird sie wieder einmal pro Woche gegossen. Nach ungefähr sechs Monaten bildet die Pflanze neue schöne lange Zweige mit einer stärkeren Blüte. Dies hängt von der Sorte ab.


 
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